Ein Durchflussanzeiger ist ein Gerät zur optischen Kontrolle einer Strömung in einer Rohrleitung. Er wird als Armatur direkt in die Leitung eingebaut und arbeitet ohne Hilfsenergie. Ein bewegliches Anzeigeelement – eine Klappe, eine Kugel, ein Rotor, ein Tropfrohr oder ein Schwebekörper – macht sichtbar, ob und wie stark ein Medium fließt.
Ein Durchflussanzeiger beantwortet in erster Linie die Frage „fließt es, und ungefähr wie viel?“. Ein Durchflussmesser liefert dagegen einen messtechnisch definierten Zahlenwert oder ein elektrisches Signal. Viele der hier gezeigten Geräte vereinen beides: Sie zeigen den Durchfluss auf einer Skala an und schalten zusätzlich bei einem eingestellten Grenzwert – oder geben ihn als 4…20 mA-Signal aus.
Die Geräte auf dieser Seite lassen sich in drei Gruppen einteilen. Schauglasanzeiger zeigen das Medium direkt hinter einer Sichtscheibe; ein Anzeigeelement macht die Menge abschätzbar. Schwebekörper-Strömungsmesser heben einen Schwebekörper an, dessen Position auf einer Skala den Durchfluss angibt. Geräte mit Zeigermesswerk koppeln ein bewegliches Element mechanisch mit einem Zeiger – ablesbar auch dann, wenn das Medium trüb oder gefärbt ist.
17 Geräte in drei Bauarten
Nennweiten DN 8 bis DN 200
Betriebsdruck bis 200 bar
Medientemperatur bis 280 °C
Für Wasser, Öle, Chemikalien, Gase
Schaltausgang, Analogsignal und ATEX möglich
Anzeigeprinzip, geeignete Medien und Besonderheiten aller 17 Geräte auf einen Blick – als Einstieg in die Auswahl.
| Gerät | Anzeigeprinzip | Anzeige | Geeignet für | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| Schauglasanzeiger und Durchflussanzeiger mit Einbauarmatur | ||||
| DA-01 | Schwerkraftabhängige Edelstahlklappe | Skala auf beidseitigen Sichtscheiben | Flüssige Messstoffe | Vertikal und horizontal einbaubar, hohe Temperaturbeständigkeit |
| DA-02 | Teflonkugel im Ventilsitz | Position der Kugel in der Glaskuppel | Flüssige und gasförmige Medien | Horizontaler Einbau, Kuppel nach oben |
| DA-04 | Rotor im Strömungsraum | Drehzahl des Rotors, Sichtkörper aus Polycarbonat | Gase und Flüssigkeiten bis 150 cSt | Kunststoffausführung, auch für aggressive Medien |
| SA-01 | Rotor, optional | Sichtkontrolle durch das Schauglas | Flüssigkeiten bis 150 cSt, optional Gase | Schauglas von Hand drehbar, Wischer reinigen im laufenden Betrieb |
| SA-05 | Tropfrohr, Rotor oder Klappe | Beobachtung durch zwei Gläser | Bis 40 bar und 280 °C | G-Innengewinde, optional NPT; Grauguss, Stahlguss oder Edelstahl |
| SA-06 | Tropfrohr, Rotor oder Klappe | Beobachtung durch zwei Gläser | Bis 40 bar und 280 °C | Flanschanschluss nach DIN oder ANSI |
| SA-10 | Sichtkontrolle im Schauglas | Strömungsbild und Medienqualität | Aggressive Flüssigkeiten, Salzwasser, Öle, Kühlmittel | Bronze oder Edelstahl, DN 8 bis DN 40, sehr geringer Druckverlust |
| FL-10 | Federbelastete Klappe an variabler Blende | Zeiger auf der Durchflussskala | Flüssige Medien, DN 10 bis DN 200, bis 200 bar | Mikroschalter, 4…20 mA, ATEX, unabhängig von der Einbaulage |
| Schwebekörper-Strömungsmesser und -wächter | ||||
| SW-01 | Federgeführter Schwebekörper im Schauglas | Skala am Schauglas | Niedrigviskose Flüssigkeiten und Gase | Miniaturausführung, Reedkontakt, unabhängig von der Einbaulage |
| SW-02 | Federgeführter Schwebekörper in zylindrischer Bohrung | Ohne Anzeige – reine Grenzwertüberwachung | Niedrigviskose Flüssigkeiten und Gase | Miniaturausführung, Reedkontakt, unabhängig von der Einbaulage |
| SW-03 | Schwebekörper in zylindrischer Schlitzdüse | Skala am Schauglas | Niedrigviskose Flüssigkeiten und Gase | Messen und Überwachen in einem Gerät |
| SW-04 | Schwebekörper in zylindrischer Schlitzdüse | Magnetgekoppeltes Zeigerinstrument | Niedrigviskose Flüssigkeiten und Gase | Für Hochdruck |
| SW-05 | Federgeführter Schwebekörper mit Rückstellfeder | Skala am Schauglas | Niedrigviskose Flüssigkeiten | Unabhängig von der Einbaulage, keine Nachjustierung |
| SW-06 | Federgeführter Schwebekörper mit Rückstellfeder | Magnetgekoppeltes Zeigerinstrument | Niedrigviskose Flüssigkeiten | Unabhängig von der Einbaulage, für Hochdruck |
| SW-07 | Schwebekörper mit Lochblende und vorgespannter Feder | Skala am Schauglas | Viskose Flüssigkeiten, Zentral- und Ölumlaufschmierungen | Unabhängig von Viskosität und Einbaulage |
| SW-08 | Schwebekörper mit Lochblende und vorgespannter Feder | Magnetgekoppeltes Zeigerinstrument | Viskose Flüssigkeiten, Transformatorenöle | Unabhängig von Viskosität und Einbaulage, für Hochdruck |
| Zubehör | ||||
| ST-01 | Hall-Sensoren erfassen die Schwebekörperposition | Analogsignal 4…20 mA oder 0…10 V | Alle Geräte der Reihe SW-01 bis SW-08 | Nachrüstbarer Analogtransmitter, ab Werk konfiguriert |
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Beide Baureihen decken unterschiedliche Aufgaben ab – von der reinen Sichtkontrolle bis zur Grenzwertüberwachung mit Schaltausgang.
Vier Fragen, die in der Praxis über die Bauart entscheiden.
Bei klaren Flüssigkeiten genügt ein Schauglasanzeiger. Bei trüben oder gefärbten Medien ist ein Zeigermesswerk die sichere Wahl – FL-10, SW-04, SW-06 oder SW-08.
Schwerkraftabhängige Geräte brauchen eine definierte Lage. Frei einbaubar sind SW-01, SW-02 und SW-05 bis SW-08 sowie der FL-10.
Für Grenzwertüberwachung sorgt ein verstellbarer Reedkontakt bei der gesamten SW-Serie. Der FL-10 bietet Mikroschalter und 4…20 mA, der ST-01 rüstet ein Analogsignal nach.
Für Salzwasser und chemisch aggressive Flüssigkeiten eignet sich der SA-10 in Bronze oder Edelstahl, für kleinere Nennweiten der DA-04 aus Polycarbonat.
Ein Durchflussanzeiger ist ein Gerät zur optischen Kontrolle einer Strömung in einer Rohrleitung. Er wird als Armatur direkt in die Leitung eingebaut und arbeitet ohne Hilfsenergie. Ein bewegliches Anzeigeelement – etwa eine Klappe, eine Kugel, ein Rotor, ein Tropfrohr oder ein Schwebekörper – macht sichtbar, ob und wie stark ein Medium fließt.
Ein Durchflussanzeiger zeigt optisch, ob und in welcher Größenordnung ein Medium fließt. Ein Durchflussmesser liefert dagegen einen messtechnisch definierten Zahlenwert oder ein elektrisches Signal. Viele Geräte vereinen beides: Sie zeigen den Durchfluss auf einer Skala an und schalten zusätzlich bei einem Grenzwert.
Drei Gruppen sind üblich: Schauglasanzeiger, bei denen das Medium durch ein Schauglas beobachtet wird – mit Klappe, Kugel, Rotor oder Tropfrohr als Anzeigeelement. Schwebekörper-Strömungsmesser, bei denen ein Schwebekörper vom Medium angehoben wird und seine Position auf einer Skala den Durchfluss angibt. Und Geräte mit Zeigermesswerk, bei denen ein bewegliches Element mechanisch mit einem Zeiger gekoppelt ist.
Bei trüben oder stark gefärbten Medien stößt die Sichtkontrolle durch ein Schauglas an ihre Grenzen. Dann eignet sich ein Gerät mit Zeigermesswerk wie der FL-10, dessen Zeiger den Durchfluss unabhängig von der Beschaffenheit des Mediums anzeigt, oder ein Schwebekörpergerät mit magnetgekoppeltem Zeigerinstrument wie der SW-04.
Ja. Viele Anzeiger arbeiten schwerkraftabhängig und sind deshalb auf eine bestimmte Einbaulage angewiesen. Bei den Schwebekörpergeräten übernimmt eine Feder die Führung des Schwebekörpers – SW-01, SW-02 sowie SW-05 bis SW-08 lassen sich dadurch in beliebiger Lage einbauen. Ebenso der FL-10, dessen Konstruktion einen einbaulageunabhängigen Einbau erlaubt.
Für chemisch aggressive Flüssigkeiten und salzhaltige Umgebungen eignet sich der SA-10 in Bronze oder Edelstahl. Für aggressive Medien in kleineren Nennweiten kommt außerdem der DA-04 mit Sichtkörper aus Polycarbonat in Frage.
Nicht sicher, welches Gerät zu Ihrem Medium, Druck und Anschluss passt? Schildern Sie uns die Anwendung – wir schlagen die passende Bauart vor.