Ein Schauglasanzeiger macht das strömende Medium direkt sichtbar. Er wird als Armatur in die Rohrleitung eingebaut und braucht keine Hilfsenergie – kein Kabel, keine Speisung, keine Elektronik, die ausfallen kann. Was er zeigt, hängt vom Anzeigeelement ab: Eine Klappe schwenkt aus, eine Kugel steigt, ein Rotor dreht sich, ein Tropfrohr lässt das Medium fallen. Alle vier Prinzipien haben ihre Stärken.
Acht Geräte decken den Bereich von der einfachen Sichtkontrolle bis zur Industriearmatur mit 200 bar ab. Die folgende Gegenüberstellung hilft bei der Vorauswahl; die vollständigen technischen Daten stehen auf den Produktseiten von Profimess.
8 Geräte
Klappe, Kugel, Rotor, Tropfrohr, Zeiger
Gewinde- und Flanschanschluss
Grauguss, Stahlguss, Edelstahl, Bronze, Kunststoff
bis 200 bar, bis 280 °C
Der sichtbare Unterschied zwischen den Bauarten – und was er in der Praxis bedeutet.
Schwenkt proportional zur Strömung aus und zeigt auf einer Skala an. Beste Ablesbarkeit der Gruppe, gute Linearität. DA-01, als Zeigervariante FL-10.
Wird aus dem Ventilsitz angehoben und in der Glaskuppel sichtbar. Einfach und robust, verlangt aber waagerechten Einbau. DA-02.
Dreht sich umso schneller, je mehr fließt. Auf einen Blick erkennbar, ob überhaupt Strömung herrscht. SA-01, DA-04.
Zeigt auch kleine Mengen und macht mitgespülte Luftblasen oder Feststoffe sichtbar. SA-05, SA-06.
Jeweils mit dem Merkmal, das sie von den übrigen unterscheidet.
Anzeigeprinzip, Einbaulage, Werkstoff und Grenzwerte der acht Schauglasanzeiger.
| Gerät | Anzeigeelement | Einbaulage | Werkstoff | Grenzwerte |
|---|---|---|---|---|
| DA-01 | Klappe mit Skala | senkrecht oder waagerecht | Edelstahlklappe, beidseitige Sichtscheiben | hohe Temperaturbeständigkeit |
| DA-02 | Teflonkugel | waagerecht, Kuppel nach oben | Kuppel aus Borosilikatglas | flüssig und gasförmig |
| DA-04 | Rotor | in Rohrleitung | Polycarbonat | bis 150 cSt, auch aggressive Medien |
| SA-01 | Rotor, optional | in Rohrleitung | Schauglas, von Hand drehbar | bis 150 cSt, optional Gase |
| SA-05 | Tropfrohr, Rotor oder Klappe | in Rohrleitung | Grauguss, Stahlguss oder Edelstahl | 40 bar, 280 °C |
| SA-06 | Tropfrohr, Rotor oder Klappe | in Rohrleitung | Grauguss, Stahlguss oder Edelstahl | 40 bar, 280 °C |
| SA-10 | Sichtkontrolle | waagerecht oder senkrecht, auch rückwärts | Bronze oder Edelstahl | DN 8 bis DN 40 |
| FL-10 | Zeiger auf Skala | unabhängig von der Einbaulage | Werkstoffe je nach Medium | DN 10 bis DN 200, 200 bar |
Ein Schauglasanzeiger ist ein Durchflussanzeiger, bei dem das strömende Medium durch ein Schauglas direkt sichtbar wird. Er wird als Armatur in die Rohrleitung eingebaut und arbeitet ohne Hilfsenergie. Ein Anzeigeelement wie Klappe, Kugel, Rotor oder Tropfrohr macht die Durchflussmenge zusätzlich abschätzbar.
Eine Klappe liefert die beste Ablesbarkeit auf einer Skala und arbeitet linear. Eine Kugel ist die einfachste und robusteste Lösung, verlangt aber waagerechten Einbau. Ein Rotor zeigt über seine Drehgeschwindigkeit an, ob und wie stark etwas fließt. Ein Tropfrohr eignet sich besonders für kleine Mengen und für die Beobachtung von Luftblasen im Medium.
Beim SA-01 ja. Innenliegende Wischerblätter werden gegen das Schauglas gepresst; durch Drehen des Schauglases von Hand lassen sich Ablagerungen, Veralgung und Verkalkung entfernen, ohne den Prozess zu unterbrechen. Bei allen anderen Geräten ist für die Reinigung ein Ausbau nötig.
Dann stößt die Sichtkontrolle an ihre Grenzen. Der FL-10 arbeitet stattdessen mit einem Zeigermesswerk: Eine federbelastete Klappe ist mechanisch mit einem Zeiger gekoppelt, der Wert bleibt unabhängig von der Beschaffenheit des Mediums ablesbar.