Auswahlhilfe

Vorgehen

Fünf Fragen führen zum Gerät

Zwischen einem einfachen Schauglas für 20 Euro Aufwand und einer ATEX-zugelassenen Armatur mit Analogausgang liegen Welten – technisch wie preislich. Wer die folgenden fünf Punkte vorab klärt, landet fast immer bei zwei oder drei in Frage kommenden Geräten. Die Empfehlungstabelle weiter unten deckt die häufigsten Fälle direkt ab.

Was soll das Gerät leisten?

Nur sehen, dass etwas fließt – ein Schauglasanzeiger genügt.
Menge abschätzen – Gerät mit Skala.
Bei Grenzwert schalten – Reedkontakt oder Mikroschalter.
Wert an die Steuerung geben – 4…20 mA, entweder direkt am FL-10 oder über den ST-01 nachgerüstet.

Wie ist das Medium?

Klar – Sichtkontrolle möglich, alle Schauglasanzeiger.
Trüb oder gefärbt – Zeigermesswerk nötig: FL-10, SW-04, SW-06, SW-08.
Zäh – viskositätskompensiert: SW-07, SW-08.
Aggressiv – Werkstoff entscheidet: SA-10 in Bronze oder Edelstahl, DA-04 aus Polycarbonat.

Welcher Druck, welche Nennweite?

Schauglasarmaturen wie SA-05 und SA-06 decken bis 40 bar ab, der FL-10 geht bis 200 bar. Bei den Schwebekörpergeräten sind SW-04, SW-06 und SW-08 die Hochdruckvarianten.
Nennweiten: SA-10 von DN 8 bis DN 40, FL-10 von DN 10 bis DN 200.

Ist die Einbaulage frei wählbar?

Viele Anzeiger arbeiten schwerkraftabhängig und brauchen eine definierte Lage – der DA-02 etwa muss waagerecht mit der Kuppel nach oben sitzen.
Frei einbaubar sind SW-01 und SW-02 sowie SW-05 bis SW-08 – dort führt jeweils eine Feder den Schwebekörper – und der FL-10. Der SA-10 lässt sich waagerecht wie senkrecht montieren und sogar rückwärts durchströmen.

Wie wird angeschlossen?

Innengewinde in G, optional NPT – SA-05.
Flansch nach DIN oder ANSI – SA-06; größere FL-10-Varianten auf Anfrage zur Zwischenflanschmontage.
Bei den übrigen Geräten richtet sich der Anschluss nach Baugröße und Werkstoff.

Sonderfall Ex-Bereich

Wird in explosionsgefährdeter Umgebung gemessen, fällt die Auswahl eindeutig aus: Der FL-10 besitzt ATEX-Zulassungen für Schalteinheit und Ausgangsmodul.

Empfehlung nach Anwendungsfall

Dreizehn Situationen, die in der Praxis immer wieder vorkommen – und die Geräte, die dafür in Frage kommen.

Anwendungsfall Kommt in Frage Warum
Kühlwasser einer Schweiß- oder Laseranlage überwachenSW-01, SW-03Anzeige auf der Skala und Grenzwertschaltung in einem Gerät
Nur melden, wenn die Strömung ausbleibtSW-02Reiner Wächter ohne Anzeige, dadurch kompakt und günstig
Pumpe vor Trockenlauf schützenSW-02, SW-04Schaltausgang bei ausbleibender Strömung, SW-04 auch bei Hochdruck
Durchflusswert an eine Steuerung gebenFL-10, ST-014…20 mA direkt am FL-10 oder als Nachrüstung an der SW-Serie
Zentral- oder ÖlumlaufschmierungSW-07, SW-08Viskositätskompensiert, dadurch belastbare Anzeige bei zähen Medien
TransformatorenölSW-08Viskositätskompensiert und für Hochdruck ausgelegt
Seewasserkühlung, salzhaltige UmgebungSA-10Bronze ist gegenüber Stahl, Aluminium und Messing deutlich beständiger
Chemikalien in kleiner NennweiteDA-04, SA-10Polycarbonat beziehungsweise Edelstahl, beide beständig gegen aggressive Medien
Medium neigt zu Ablagerungen, Algen oder KalkSA-01Schauglas von Hand drehbar, Wischer reinigen ohne Prozessunterbrechung
Trübes Medium, Wert muss trotzdem ablesbar seinFL-10, SW-04, SW-06, SW-08Zeiger statt Sichtkontrolle
Große, fest verflanschte LeitungSA-06, FL-10Flansch nach DIN oder ANSI, FL-10 bis DN 200
Explosionsgefährdeter BereichFL-10ATEX-Zulassung für Schalteinheit und Ausgangsmodul
Einfachste Sichtprüfung, ob überhaupt etwas fließtDA-02, DA-04Kugel beziehungsweise Rotor als unmittelbar erkennbarer Indikator

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Schauglasanzeiger

Acht Geräte mit Klappe, Kugel, Rotor, Tropfrohr oder Zeigermesswerk – DA-01, DA-02, DA-04, SA-01, SA-05, SA-06, SA-10 und FL-10.

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Schwebekörper-Strömungsmesser

Acht Messgeräte und Wächter der SW-Serie plus der Analogtransmitter ST-01 – mit Auswahlmatrix nach Anzeige, Druck, Einbaulage und Viskosität.

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Häufige Fragen zur Auswahl

Welcher Durchflussanzeiger eignet sich zur Kühlwasserüberwachung?

Für Kühlkreisläufe von Schweißmaschinen, Laser- und Röhrenanlagen sind die Schwebekörpergeräte SW-01 und SW-03 üblich: Sie zeigen den Durchfluss auf einer Skala an und schalten bei Unterschreiten des Grenzwerts über einen Reedkontakt. Wird nur die Überwachung ohne Anzeige benötigt, genügt der SW-02.

Welches Gerät schützt eine Pumpe vor Trockenlauf?

Nötig ist ein Gerät mit Schaltausgang, das bei ausbleibender Strömung meldet. Der SW-02 ist als reiner Wächter dafür ausgelegt, bei Hochdruck übernimmt der SW-04. Soll zusätzlich der aktuelle Wert an eine Steuerung gehen, liefert der FL-10 ein 4…20 mA-Signal.

Welcher Durchflussanzeiger eignet sich für Öl?

Bei zähen Medien verfälscht die Viskosität die Anzeige. SW-07 und SW-08 gleichen das über eine Lochblende mit vorgespannter Feder aus und sind auf Zentralschmierungen, Ölumlaufschmierungen und Transformatorenöle ausgelegt.

Gibt es einen Durchflussanzeiger mit ATEX-Zulassung?

Der FL-10 ist für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen vorgesehen; für Schalteinheit und Ausgangsmodul liegen ATEX-Zulassungen vor.

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